WIFI-Trainer/in werden!

„Aus der Praxis für die Praxis“ – nach diesem Motto wählt das WIFI NÖ seine Trainerinnen und Trainer aus. Welche Qualitäten angehende Lehrende noch mitbringen sollten, beantwortet Institutsleiter Andreas Hartl.

Herr Hartl, waren Sie selbst auch einmal Trainer im WIFI? 
Ja, ich habe sogar fast 30 Jahre Trainer-Erfahrung. Anfangs habe ich Volkswirtschaftslehre in Maturantenkursen unterrichtet, später dann Mitarbeiterführung, Zeitmanagement und Kommunikation. Ich war jedes dritte Wochenende im WIFI zum Unterrichten. Anfangs war ich Produktmanager für die kaufmännischen Kurse und durch die Trainertätigkeit konnte ich unsere Kunden besser kennenlernen. So wusste ich auch genau, was sie brauchen und welche Trainer ich ins WIFI holen muss.

Was müssen Trainer können?
Das Allerwichtigste für mich ist die Praxiserfahrung. Das, was die Trainer unterrichten, muss selbst gelernt und ausgeübt werden. Das kann ein Uni-Studium genauso sein wie eine Meisterprüfung. 
Die zweite Vorraussetzung ist, dass sie oder er die Gabe haben muss, das Wissen auch zu vermitteln. Der beste Fachexperte ist ungeeignet als Trainer, wenn er den Stoff nicht verständlich vermitteln kann oder schwierige Sachverhalte nicht einfach erklären kann. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse der Teilnehmer einzugehen. Das Schöne bei uns ist ja, dass die Kunden meist freiwillig kommen und für den Kurs zahlen – das setzt natürlich eine hohe Qualität bei den Trainern voraus.
Und das Dritte ist, dass der Trainer auch mit unserer Organisation gut zusammenarbeitet. Unsere Produktmanager koordinieren ja die Arbeit der Trainer und wickeln die Termine sowie die Verrechnung ab. 

Wie viele Trainer beschäftigen Sie im WIFI NÖ?
Wir haben an die 1.800 Trainer in unserem Pool, die je nach Einsatzart ausgewählt werden. Hier kommt es auch darauf an, ob es ein Präsenzkurs, wie etwa in einer Werkstätte, oder ein Blended Learning-Kurs ist, der teilweise online abgehalten wird. Wir wählen für jeden Kurs den am besten geeigneten Trainer. 

Brauchen WIFI-Trainer eine pädagogische Ausbildung?
Nicht unbedingt – das hängt von den jeweiligen Kursbereichen ab. Die Basis, wie oben beschrieben, muss vorhanden sein. Also theoretisches und praktisches Wissen. Das sollte durch Zeugnisse nachgewiesen werden. Das pädagogische Rüstzeug können sich Trainer auch bei unseren Aus- und Weiterbildungen holen – etwa nach unserem WIFI-Lernmodell LENA – LEbendig und NAchhaltig – für einen dauerhaften Lernerfolg. 
Nach ersten Praxiseinsätzen wird evaluiert, ob der Trainer unseren Anforderungen entspricht. Bei uns wird ja nach jedem Kurs von jedem Teilnehmer Feedback eingesammelt. Eine positive Bewertung ist das Um und Auf für weitere Aufträge.

Wo kann ich mich bei Interesse konkret hinwenden?
Auf unserer Website finden Sie unter „Wir suchen Trainer/innen“ weitere Infos, ein Bewerbungsformular und einen Fragebogen.
Besonders Unternehmerinnen und Unternehmer sind beliebte Trainer bei uns, weil sie das Wissen, die Praxis und auch die Fähigkeit zur Selbstorganisation mitbringen. Und nicht zuletzt legen wir als Weiterbildungsinstitut der Wirtschaftskammer Niederösterreich auch größten Wert darauf, dass das unternehmerische Denken in den Kursen immer mitschwingt. Also: Ich freue mich auf viele neue Bewerbungen!

WIFI NÖ-Institutsleiter Andreas Hartl weiß genau, worauf es bei der Trainersuche ankommt. Foto: Hofmann

St. Pölten, 15.03.2021