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WIFI-Trainerteam

Die hohe Kunst des Schweißens

Thomas Müllauer (41) ist IWE – und damit Königsklasse: International Welding Engineer. Ein Master in Werkstofftechnik, die Erfahrung aus der Praxis und als Sachverständiger bilden den Hintergrund für seine Kurse am WIFI NÖ: Dort lernen Teilnehmer:innen, den Schweißprozess präzise zu verstehen.

WIFI NÖ: Spezialisten im Schweißen sind nach wie vor dringend gesucht. Und das, obwohl heute in der Industrie schon vieles mit Robotern geht. Warum ist das so?
Thomas Müllauer: Weil viele Programmierer:innen den Schweißprozess zu wenig verstehen, aber Schweißtechniker:innen sehr wohl die Programmiersprache erlernen können. Es braucht die Erfahrung, in vielen Fällen immer noch die Handarbeit – und auch die Spezialisierung. Ein Schweißverfahren gründlich zu erlernen, ist ein intensiver Prozess. Der lohnt sich aber: Ich kenne keine qualifizierten Schweißer:innen , die lange nach einem Job suchen müssen.

Was macht das Besondere an der schweißtechnischen Ausbildung am WIFI NÖ aus?
Das WIFI NÖ betrachtet und lehrt den Schweißprozess sehr umfassend: Über alle relevanten Schweißverfahren mit den werkstofftechnischen Grundlagen. Dazu das Management und die Qualitätssicherung vom Prozess bis in die Schweißnaht.

Qualitätsüberprüfung und Management des Schweißprozesses sind Ihre Domäne. Warum ist das so wichtig?
Von einer Schweißnaht hängt vieles ab – häufig auch Menschenleben. Es braucht viel Know-how, die jeweiligen Qualitätsnormen zu erfüllen und zu dokumentieren. Schließlich ist das Schweißen ein komplexer und dynamischer Prozess: Werkstoffe werden nicht einfach verbunden – sie erstarren lokal neu, und dicht daneben wandelt sich das Gefüge unter Wärme um. Logistisch müssen die richtigen Werkstoffe, Schweißzusatzstoffe und Schutzgase rechtzeitig organisiert werden. Und dann gibt es noch die kaufmännische Seite: Wer beim Schweißen Fehler früh erkennt, spart der Firma einiges an Geld.

Welche Stufen der Qualifikation lassen sich in der hohen Kunst des Schweißens erreichen?
Das geht vom International Welding Specialist (IWS) über den International Welding Technologist (IWT) bis zum International Welding Engineer (IWE). Mit jeder Stufe steigt die Verantwortung, die man in der Schweißaufsicht übernehmen darf. Das WIFI arbeitet eng mit der SZA, der Schweißtechnischen Zentralanstalt, zusammen. Damit ist die Ausbildung immer am neuesten Stand und international anerkannt.

Wie beurteilen Sie die Werkstätten am WIFI NÖ? Als Inhaber eines eigenen Labors für Werkstofftechnik haben Sie in dieser Hinsicht hohe Ansprüche.
Die WIFI-Werkstätten sind am modernsten Stand der Technik ausgestattet und es wird laufend weiter investiert. Neben neuesten Schweißgeräten steht auch eine Roboterzelle zur Verfügung. Zur Qualität und zur Praxisnähe der Ausbildung trägt das entscheidend bei.
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